Bottlenose – die Rettung vor der Informationsflut? Eher nicht …

Anfang der Woche gab es ja viel Bohey um Bottlenose, eine neue Plattform, die einem dabei helfen soll, in der Informationsflut nicht unter zu gehen. Das ist ein Thema, dass mich schon seit langem umtreibt. Ich glaube fest daran, dass wir effiziente Algorithmen dafür brauchen werden, und, dass es nicht ausreichen wird, einfach nur den richtigen Menschen (per Twitter, Facebook, Google oder RSS) zu “folgen”. Siehe dazu auch Die persönliche Zeitung – die Zeit ist reif!

Bottlenose geht genau in diese Richtung. Und dahinter steht immerhin Nova Spivak, der schon ein paar coole Projekte im Netz hochgezogen hat. Einige Artikel haben Bottlenose deshalb sogar schon einen Gamechanger genannt. Ich habe mir das Teil mal eine halbe Stunde vorgenommen und …

Tscha, also “Das Epochale” daran geht irgendwie an mir vorbei. Es ist ein wirklich cool gemachter News-Aggregator, der zunächst einmal eine Analyse meiner Twitter- und Facebook-Streams vornimmt, daraufhin Artikel selektiert und weitere vorschlägt. Wannimmer ich einen Post lese, kann ich dessen Quelle, Autor oder die Hashtags da drin markieren und diese abonnieren. Mit so genannte “Assistenten” kann ich komplexere Filter definieren, die Beiträge vorschlagen, die für mich relevant sind/sein könnten.

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Raimund Alt 1956 – 2011 R.I.P.

Letzte Woche, am 8.12.2011 verlor mein alter Geschäftspartner und Freund Raimund Alt endgültig den Kampf gegen den Krebs. Ich habe es erst letzte Nacht erfahren.

Raimund hat (mindestens) 4 Firmen mit ins Wirtschaftsleben gerufen – darunter die kleinste Firma, die jemals in Deutschland an die Börse gegangen ist, die Digital Advertising AG, an die ich später meine zweite Firma verkauft habe. Raimund war ein echter Unternehmer … von der guten Sorte. Er war erst Chef, dann Vorstandskollege und immer Mentor für mich.

Über sich selbst sagte er immer “Kernkompetenz Mittagessen”. Aber das war nur Ausdruck einer – gerade für einen Werber – seltenen Bescheidenheit. Dahinter steckte aber mehr: Das war seine ansteckende Lebenslust, sein ehrliches Interesse an anderen Menschen und sein tiefes Mitgefühl, das sich auch auf geschäftliche Beziehungen erstreckte.

Mit Raimund Geschäfte zu machen, hieß immer, an einem fairen Deal zu arbeiten, der für beide Seiten Sinn macht. Mit ihm zu streiten, ließ niemals Verletzungen zurück.

R.I.P.

Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt.

OnLive jetzt auch auf Tablets – Die Zukunft des Gamings

Die Idee hinter der Cloud-Plattform OnLive ist grandios: HighEnd-Games (oder auch die Software für den Einstieg in virtuelle Welten wie Second Life o.ä.) läuft auf spezialisierten Servern, stabil und ohne jedes Kompatibilitätsproblem. Man braucht lediglich noch einen Tablet PC oder eine billige kleine Kiste am Fernseher, die das per Videostream aufnimmt.

Das ist kein Witz sondern funktioniert wirklich. Ganz frisch hat OnLive jetzt eine Android-App rausgebracht. Ein Update der iPad App – mit der man früher nur zusehen aber nicht aktiv spielen konnte - soll folgen.

Als jemand, der immer wieder haareraufend vor dem PC steht, wenn ein Spiel für meinen Sohnemann mal wieder eine ganz bestimmte Version von “DirectX” verlangt oder schlicht und einfach abraucht, finde ich diesen Ansatz einfach genial

Schritt 1: Adaption von Spielen mit Controller-Bedienung

Für Tablets und mobile Phones sind die meisten Highend-Games aber selbstverständlich auch von der Bedienung her nicht gebaut. OnLive umgeht diese Einschränkung auf zwei Wegen: zum Einen bietet das Unternehmen einen klassischen Game-Controller an, der per Bluetooth mit dem Table verbunden wird. Ersatzweise gibt es eine Art Software-Overlay auf dem Bildschirm, das die notwendigen Bedienelemente virtuell nachbildet (oben im Bild andeutungsweise zu sehen). Einige wenige Spiele wurden zudem auch wirklich von den Betreibern touch-gerecht modifiziert.

Schritt 2: Spiele für touch-basierte Geräte (mit Cloud-Rendering Unterstützung)

Wenn ich in der Headline aber von “die Zukunft” rede, meine ich damit auch Spiele und Spielkonzepte, die an eine solche Umgebung angepaßt sind. Viele Genres, in denen die Kombination von Schnelligkeit und Präzision eine große Rolle spielen (was auf einem internet-abhängigen Tablet nicht einfach zu realisieren ist), sind ja für eine Hardcore-Zielgruppe optimiert, in der die höchsten Wachstumsraten vorbei sind. Andere Spielekonzepte, die von hoher visuelle Qualität profitieren, aber auch für “langsamere” Zielgruppen attraktiv sind, passen wunderbar auf die Plattform “Tablet”.

Mein Wunsch für Weihnachten 2012

Ich denke da zum Beispiel an die Roleplay-Games der Final Fantasy Reihe. Die Serie lebt von der visuellen Attraktivität der Szenerie und den kitschigen Cut Scenes (bzw. der romantischen Story) und nicht unbedingt von der herausfordernden Action. Für einen direkten Port von Spielen wie Final Fantasy X, XII oder älter wäre OnLive natürlich überflüssig. Deren Anforderungen an Grafikleisting schafft ein iPad locker. Aber die visuelle Qualität eines Final Fantasy XIII auf einem iPad zusammen mit einem touch-kompatiblen Combat System … das wäre schon etwas, das sicherlich seinen Markt finden würde.

Ich denke, solche Spiele – bzw. angepasste Versionen – werden wir in den kommenden Jahren auf OnLive und verwandten Plattformen neben der normalen Hardcore Games finden. Oder interactive novels in der Art der Rockstar Games (Grand Theft Auto, MAx Payne, L.A. Noire etc.). Tablets könnten dafür ein wunderbares Auslieferungsmedium sein – und OnLive oder eine ähnliche Cloud-Plattform garantiert die visuelle Opulenz.

Die Zukunft des News-Lesens – Flipboard auf dem iPhone

Gestern oder Vorgestern ist ja endlich auch eine iPhone-Version von Flipboard heraus gekommen, einer der coolsten Apps (bislang) für das iPad. Das Ganze (im Prinzip ein Newsreader) funktioniert erstaunlich gut – vor allem, wenn man berücksichtigt, wie klein die Bildschirmfläche auf dem iPhone ist. Flipboard hat mir schon immer gut gefallen und ich bin mehr und mehr der Ansicht, dass wir hier wirklich die Zukunft des News-Lesens sehen – oder zumindest einen Aspekt davon.

Das liegt nicht allein an der Funktionalität. Flipboard macht prinzipiell nicht viel mehr als ein klassischer RSS-basierter Newsreader: Newsfeeds werden von Websites eingesaugt, lokal gepuffert, ein Teil der dahinter liegenden Artikel auch ge-cached und das Ganze dann zum Lesen angeboten. Das gibt es seit ca. 10 Jahren.

Flipboard macht es aber auf eine besonders elegante Art und Weise und – vor allem verbirgt sämtliche technische Komplexität dieses Prozesses. RSS-Reader sind etwas fpr Geeks. Mit Flipboard kann jeder umgehen. Und das User-Interface ist so durchdacht, elegant und geschmeidig, das es wirklich eine Freude ist, durch die News zu … “gleiten”. Es gibt inzwischen eine Vielzahl von Nachahmern. Der eine oder Andere davon hat auch nette Zusatzfunktionalitäten ergänzt. Ein “Tool” wir Reeder ist deutlich besser für das Verdauen großer Mengen von News, aber … keine andere Software fühlt sich so gut an.

Flipboard hat zudem ein paar einfache Standards gesetzt, wie Webseiten sich an das Leseerlebnis auf einem touch-basierten Gerät anpassen können. Das sieht man bei einigen der cooleren US-Magazine. Das ist so simpel und so gut, dass ich es mir für meinen ganzen Lesestoff wünsche. Und die Auswahl von News-Quellen ist ebenfalls extrem elegant gelöst. Neben den Standardquellen (wichtigen Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehsendern, Blogs etc.) gibt es auch von Experten zusammengestellte Feeds für Themen wie IT, Fotographie, Sport, Fashion etc.

Flipboard würde ich wirklich, wirklich, wirklich gerne mit der Persönlichen Tageszeitung zusammenbringen. So schwer kann das doch nicht sein.

Das einzige, was einen deutschen iPhone oder iPad-Benutzer davon abhalten könnte, das Teil zu benutzen, sind die vorselektierten Inhalte: die entsprechen ausschließlich den US-Lesegewohnheiten. Wann kommt Flipboard endlich nach Deutschland!?

Der Pawlow’sche Kommentar-Reflex

Sieht ein unter diesem Verhaltensmuster leidender Mensch einen Online-Post, in dem ein bei ihm antrainiertes Reizwort vorkommt, ist er gezwungen, zu kommentieren. Es geht nur um das Wort – wie beim Hund um das Glöckchen – der Kontext spielt keine Rolle. Er wird sogar völlig ausgeblendet.

Siehe diesen Post hier auf Google+. Er handelt von der jungenhaften Freude, dabei zuzusehen, wie schnell mein neues MacBook Air startet und mir für die Arbeit bereit steht. Er sagt nicht “Apple ist besser als ABC”, er lobt nicht iOS aber … sobald manche Menschen “MacBook” lesen, greifen sie zwanghaft zur Tastatur und müssen etwas Lobendes über Windows/Linux/Android schreiben.

Sobald das Reizwort erkannt wurde, können die anderen Worte des Textes zwar noch gelesen aber nicht mehr aufgenommen werden. Trotz des Ausdrucks “neues MacBook” fragt einer der Kommentatoren, wie alt das Gerät wäre. Ein anderer überlegt, ob eine SSD im Spiel ist – obwohl es das MacBook Air nur mit SSD gibt …

Und da wollen uns irgendwelche Philosophen etwas von “Freiem Willen” und so erzählen? Pffft … Alles Reflexe ;-)

Verschwörungstheorien und das Wahre Leben

Thriller, wie Daemon und Darknet oder zynische Blogs, wie die von John Robb, lese ich gern. Das ist spannender Food for Thought Aber alles in mir widersetzt sich normalerweise der Theorie, dass das real ist, dass sich unsere Gesellschaft wirklich in diese Richtung bewegt: skrupellose, machtgierige Menschen, die sich verschwören, demokratische Institionen unterwandern oder enfach “kaufen” und unter dem Vorwand, die Nation zu retten, versuchen, eine brutale Diktatur von Plutokraten und alten Eliten errichten.

Beängstigend ist aber schon, wie viel von dem, was gerade in der realen Welt passiert, in ein solches Schema hineinpassen würde :(

Primär denke ich dabei schon an die teilweise ziemlich brutale Niederschlagung der Occupy-Wall-Street-Proteste in den USA und die recht effektiven Versuche, die Presse von der Berichterstattung darüber abzuhalten. Das ist aber nur die offensichtlichste Form dieses Trends.

Auch die immer offensichtlichere Aufspreizung der Einkommensentwicklungen in den Industrienationen, die brutale Klientelpolitik der westlichen Regierungen zugunsten des Finanzsektors, der hohe Anteil von “Reichen” in der US-Legislative, der Wechsel von ranghohen Bankenmitarbeitern (oder -Beratern) in Regierungsfunktionen (Fachleute), “legale” Inhaftierungen ohne Verurteilung oder Richterbeschluß, das ständige Bemühen nahezu aller Regierungen um immer invasivere elektronische Überwachungssystem, die Übertragung von hoheitlichen Aufgaben an private Sicherheitsdienste, die Bezahlung von Polizisten durch Privatunternehmen etc. … alles das passt so beängstigend gut in diese Szenarien.

Oder, um mit Naomi Wolf zu sprechen: Fascist Amerika in 10 Easy Steps (was grundsätzlich nicht auf Amerika beschränkt ist). Der Text ist übrigens von 2007.

 

Google+, Direct Connect und die neue Google-Strategie

Momentan bin ich geradezu davon fasziniert, wie bei Google allmählich eins ins andere fällt und die Ganze deutlich größer wird als die Summe der Teile. Die Verzahnung von Google+ mit der Google Suche, anderen Google Diensten – und vermutlich in Bälde Google Advertising – ist geradezu genial.

Natürlich kenne ich die vollständige Google-Strategie genau so wenig wie alle anderen Außenstehenden, die nicht zu Googles Top-Management gehören. Aber, als gestern die neuen Google+ Pages das Licht der Welt erblickten und Google Direct Connect ankündigte, haben sich bei mir zumindest einige Bausteinchen zusammengefügt. Und ich muss sagen: Ich bin beeindruckt.

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Der so genannte “Klimawandel” und die Menschen

Am letzten Wochenende Freitag/Samstag gingen einige Artikel online (unter anderem hier bei Spiegel Online und hier bei der ZEIT), die über den aktuellen Stand der Forschungen zum Thema Erderwämung – vulgo Klimakatastrophe – berichteten. Diese Artikel wurden online wenig diskutiert und geshared. (Lediglich 109 Retweets bis Montag). Es interessiert kaum jemanden. Wer das deshalb nicht wahrgenommen haben sollte: Tatsache ist, dass sämtliche „guten Vorsätze“ und Versprechen der Staaten zum Thema C02-Ausstoß nichts geholfen haben.

Der weltweite CO2-Ausstoß ist nicht geringer geworden, sondern war im vergangenen Jahr größer als je zuvor. Die Tendenz ist weiterhin steigend – und zwar schneller, als es sogar „pessimistische Szenarien“ bislang angenommen haben. Das sind die Szenarien, auf denen keine „seriöse“ Planung basieren darf – weil sie „pessimistisch“ sind. Und pessimistisch ist „unseriös“.

Sämtliche Klimakonferenzen haben an dieser Entwicklung nichts geändert und werden auch in Zukunft nichts ändern. Bei denen geht es in erster Linie darum, gut zu essen und zu trinken, gute Gespräche zu führen, gut auszusehen und wirksame Maßnahmen gegen die Klimakatastrophe zu verhindern. Letzteres ist wichtig, denn jede konsequent implementierte Maßnahme könnte ja die heimische Industrie eine der beteiligten Nationen beeinträchtigen und das muss unter allen Umständen verhindert werden.

Konzertiertes Handeln ist unmöglich. Jede Maßnahme wird von allen Beteiligten unter den Vorbehalt gestellt, das alle anderen Nationen zunächst irgendwie in Vorleistung gehen. Und da alle darauf warten, dass „erstmal die anderen etwas tun“ … tut niemand etwas. Siehe auch Gefangenendilemma.

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Sexuelle Gewalt gegen Kinder und gefühlte Fakten

Als ich gestern in den News lesen konnte, dass die Anzahl sexueller Übergriffe auf Kinder in den letzten 20 Jahren deutlich zurück gegangen ist, war ich – auch als Vater eines 11jährigen Jungen – erst einmal erfreut.

Dann las ich die entsprechenden Beiträge und war verwundert, wie aggressiv einige Interessenverbände darauf reagierten. Siehe zum Beispiel hier und hier. ZITAT:

Denef [Vorsitzende des Netzwerkes Betroffener von sexualisierter Gewalt] bezweifelte, dass es überhaupt möglich ist, Statistiken über sexuellen Missbrauch zu erstellen. Solche Studien könnten daher nur falsch sein.

Klarer Tenor war ein teilweise geradezu zorniges “Quatsch. Kann nicht stimmen!” Interessant dabei war, dass niemand Zahlen hatte, die den vorläufigen Ergebnissen dieser aktuellen Studie widersprechen würden. Stattdessen beschränkte sich die Kritik auf angebliche methodische Mängel.

Ich kann Letztere fachlich nicht bewerten. Ich selbst habe auch keine anderen, besseren Zahlen, die einer der beiden Seiten recht geben würden. Aber ich wundere mich über diesen Aufschrei. Irgendwie klingt das alles sehr nach “Das kann doch nicht sein …” Und es “kann nicht sein”, weil das persönliche Empfinden – medial verstärkt – ein anderes ist.

Bitte nicht missverstehen: jeder Fall dieser Art ist einer zuviel. Auch die in der bewussten Studie genannten Zahlen sind kein Argument, ab sofort weniger gegen diese Schweinerein zu unternehmen. Aber was wäre so unmöglich an sinkenden Fallzahlen?

Das ist nicht nur bei diesem Thema so. Seit Jahren geht die Gewaltkriminalität zurück. Trotzdem sind sich die Bürger an den Stammtischen sicher, dass “alles immer schlimmer wird” und zuwenig Polizei auf den Strassen ist. Auch terroristische Akte sind in Deutschland etwas absolut exotisches – und doch “muss” unbedingt mehr gegen den Terrorismus getan werden.

Fakten gegen Gefühle. Im Zweifelsfall gewinnen immer die Gefühle …

Mobile – Die Brücke zwischen digitaler und physischer Welt

Für die MobileTech Conference, heute in Mainz, bin ich gebeten worden, ein kurzes Statement zum Thema “Nutzer und Nutzen im mobilen Internet” abzugeben. Habe ich natürlich gerne gemacht – wenn mir auch hinterher aufgefallen ist, dass ich zum Nutzer nicht schrecklich viel gesagt habe :)

Was mir dabei aber aufgefallen ist, war die Tatsache, wie schwierig es für mich ist, über das Besondere am Mobile Web nachzudenken. Tatsächlich nutze ich das Web inzwischen mindestens genau so intensiv mit mobilen Endgeräten wie mit stationären PCs oder Notebooks. Das liegt einfach dran, dass die mobilen Geräte einfach “immer dabei” sind.

Aber Smartphones und Tablets sind nicht allein leistungsfähige Immer-dabei-Computer. Sie schlagen auch die Brücke zwischen der digitalen und der physischen Welt, in der sich ja nach wie vor der weitaus größte Teil aller Interaktionen im Berufs- und Privatleben – und auch der geschäftlichen Transaktionen – abspielt. Tatsächlich liegt genau hier das größte Wachstumspotential im mobilen Markt.

Smartphones, Tablets und andere innovative, mobile Endgeräte sind ständig bei ihrem Besitzer, sind always-on, verfügen über die “Intelligenz” eines leistungsfähigen PCs, wissen stets genau, wo sie sind und sind sich dank Kamera und Lagesensoren ihrer Umgebung sehr bewusst. Über WLAN und bald über NFC-Kommunikation können sie mit intelligenten Geräten in der nahen Umgebung unmittelbar Kontakt aufnehmen, Daten austauschen und aufeinander Einfluss nehmen.

Die heute verfügbaren location-based Services, Augmented Reality Anwendungen und location-based Ansätze für Gamification sind nur die Spitze eines Eisbergs. In den kommenden Jahren wird es zu einer Vielzahl neuer Anwendungsmodelle und in Konsequenz unter anderem zu dramatischen Verschiebungen im Kräfteverhältnis zwischen Hersteller, Handel und Konsument kommen. Wenn Verbraucher beispielsweise – einzelne Anwendungen dieser Art existieren ja schon – in Zukunft ihr Smartphone dazu nutzen, am POS schnell zu checken, wie ökologisch ein Produkt wirklich hergestellt wird, wie viel es online kostet oder wo es in der unmittelbaren Nähe noch angeboten wird, kann das nicht ohne Folgen bleiben. Und das sind nur Anwendungsbeispiele, die schon jetzt absehbar sind.

Bis heute gehen leider nur sehr wenige Unternehmen diese unmittelbar bevorstehende Herausforderung bewusst und pro-aktiv an.