Manchmal habe ich das Gefühl, dass die größte Gefahr für den Datenschutz von sorglosen, jungen Entwicklern ausgeht, die an “solche Fragen” nicht einmal denken. Das stimmt natürlich so nicht, aber, wenn man sich diese Story ansieht, wird einem schon Angst und Bang:

Die in letzter Zeit sehr beliebte mobile App Path (für iOS und Android verfügbar), saugt scheinbar bei der Installation das komplette lokale Adressbuch auf die eigenen Server; nein, nicht die Facebook-Freundesliste oder die Twitter-Follower sondern wirklich das lokale Adressbuch!

Die machen das natürlich, um feststellen zu können, ob jemand aus dem Adreßbuch sich ebenfalls anmeldet und Path-User darauf hinweisen zu können. Aber der intendierte Verwendungszweck spielt gar keine Rolle.

So etwas macht man nicht! 
… vor allem nicht ohne Opt-In. Die Reaktion des Path-CEOs zeigt glücklicherweise, trotz der klebrigen corporate PR-Soße drumherum – das ihm das unangenehm ist.

Denn sie wissen nicht, was sie tun … :(

Vielleicht macht es Sinn, dass Busines-Angel, VCs und Inkubatoren ihre jungen Koryphäen auch einmal in Sachen Datenschutz coachen. Selbstverständlich liegen im Ignorieren des Datenschutzes schöne Geschäftsmodelle. Aber hier liegen auch eine Menge juristische und Image-Risiken.