Die persönliche, individuelle Zeitung ist ein Konzept, das derzeit wieder viel diskutiert wird. Es ist aber auch eine Idee, die von vielen als “Prophezeiung von gestern” angesehen wird, eine Idee, die immer wieder propagiert wird, die aber einfach nicht funktioniert oder gebraucht wird. Das sehe ich komplett anders. Tatsächlich sind die Prinzipien hinter der Idee einer persönlichen Tageszeitung geradezu unerlässlich, um News im Internet überhaupt verdauen zu können.

Das klassische Beispiel für Retro-Futurismus  ist das Videotelefon: seit über 100 Jahren prophezeit, 1964 auf der Weltausstellung in New York vorgestellt, ist es immer wieder neu angekündigt worden, hat sich aber bis heute nicht wirklich etabliert. Ich kann das verstehen. Im Videobild sehe ich noch häßlicher aus als “in echt”.

Die Idee einer persönlichen Tageszeitung ist nicht ganz so alt, aber auch schon etwas in die Jahre gekommen. So enthielt das 1977 gelaunchte Kabelfernsehnetz QUBE von Time Warner bereits erste Elemente für News Customization. Ähnliches gab es im amerikanischen Videotext-System Viewtron (Siehe Before the Web, There Was Viewtron), das tatsächlich von einer ganzen Reihe Zeitungsverlagen genutzt wurde, um ca. 1983. Und in 1995 beschrieb Nicholas Negroponte, Gründer des legendären Medialab, die Tageszeitung “The Daily Me”, die dem heutigen Konzept einen persönlich zusammengestellten Zeitung sehr, sehr nahe kommt. Ein etwas ausführlicherer Artikel dazu aus der American Journalism Review von 1997 hier: The Daily Me.

Nach dem endültigen Durchbruch des Internets 2000/01 gab es immer wieder Versuche, ein “The Daily Me” in die Tat umzusetzen. Das Interesse daran erlahmte nach einer ersten Hochphase vor ca. 10 Jahren, nur, um in den letzten 12 Monaten um so heftiger wieder aufzuflammen. Zum Teil wurde diese Renaissance der Personalisierung durch das iPad initiiert, das die Fantasien der Verleger und anderer Medienprofis wieder beflügelte. Teilweise kann man einen wesentlichen Treiber aber auch in der stetig weiter anwachsen Informationsflut im Internet identifizieren.

Personalisierung und Filterung sind notwendig, um das Netz nutzen zu können

Und genau diese Informationsflut hat inzwischen ein Ausmaß angenommen, das es m.E. geradezu notwendig macht, sich über Filter und Personalisierung Gedanken zu machen.

We are drowning in information, but starved for knowledge

Ist ein bekanntes Zitat, das meist John Naisbitt, dem Erfinder des Begriffs Megatrend, zugeordnet wird. Tatsächlich ist das Internet zwar eine wahrlich unerschöpfliche Quelle von Informationen. Die schiere Menge kann inzwischen aber oft die für uns relevanten verbergen. Und Menge allein macht es nicht. Im Gegenteil. Sie macht die Informationen unverdaulich. Selbst zu ausgefallenen Spezialthemen werden schon lange mehr Informationen (online) veröffentlich, als ein Mensch jemals verdauen könnte.

Eine Filterung von Informationen ist deshalb keine Option! Sie ist unerlässlich und findet tatsächlich längst statt. Wenn wir täglich eine bestimmte Website ansehen (oder zumindest deren Homepage) ist das ein Filter. Wenn ich einen so genannten Feed-Reader (siehe RSS, Newsfeed) benutze, um mir neue Artikel aus vielen Quellen zusammenstellen zu lassen, sind sowohl diese Quellen als auch meine präferierte Zusammenstellung jeweils ein Filter. Ich filtere dann sogar schon doppelt.

Aber, wenn man ein nur ein bisschen vielseitig interessierter Mensch ist, kommen dabei immer noch so viele Informationen durch das Sieb, dass das kaum jemand bewältigen kann. Bei mir lassen diese Filter an einem Wochentag ca. 500 Artikel durch. Ich brauche mindestens eine Stunde hochkonzentrierter Arbeit, um die zu überfliegen. Und nur für einige wenige davon habe ich die Zeit, sie aufmerksam zu lesen.

Ich denke nicht, dass dieser Prozess für “normale Menschen” eine akzeptable Vorgehensweise darstellt. Diese werden deshalb sicherlich in ihrer großen Mehrheit schlicht und einfach ein, zwei oder drei gewohnte Websites aufrufen, um sich “über alles” zu informieren. Und sie werden dabei einen der primitivsten und engmaschigsten Filter akzeptieren, den man sich denken kann: den von anderen Leuten, die einigen zehntausend, hunderttausend oder Millionen Lesern die selbe Auswahl vorsetzen.

Die Zeit ist reif für etwas Besseres: Eine “persönliche Tageszeitung”, die aus einer Vielzahl von Quellen (gerne auch Redaktionen, Nachrichtendiensten, Auguren etc.) eine aktuelle Zusammenstellung von Nachrichten und “Neuerscheinungen” zusammenstellt, die auf meine Interessen und Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Nein, diese persönliche Zusammenstellung muss durchaus keinen Satz von Scheuklappen darstellen, keine “Echokammer”, die mir hinsichtlich Meinung und Bewertung immer nur das präsentiert, was ich eh schon glaube. Mehr dazu im Folgenden.

Kritik am Konzept

Der Ansatz “persönliche Tageszeitung” ist weder neu noch unkontrovers. Im Gegenteil. Wer ihn präsentiert, wird sofort mit Kritik überschüttet. Ich weiß, wovon ich rede. Wenn ich in den letzten Wochen bei Twitter dazu gepostet habe, bin ich immer sofort mit den folgenden drei Kritikpunkten konfrontiert worden:

  1. Gähn. Hatten wir doch alles schon. Hat damals nicht funktioniert.
  2. Die Aufgabe ist technisch zu anspruchsvoll. Maschinen werden niemals Informationen so filtern und bewerten können, wie Menschen das tun.
  3. Das ist nicht wünschenswert und führt zu Scheuklappendenken – wenn ich immer nur Informationen der Art sehe, wie ich sie immer gesehen habe. Anregungen durch Überraschungen (Stichwort Serendipity) gehen verloren.

Schauen wir uns diese Einwände einmal der Reihenfolge nach an.

1. Hatten wir doch alles schon … ist ein bekanntes Argument gegen viele technische Entwicklungen, die beim ersten Ansatz nicht zünden. Es kann jedoch viele Gründe haben, warum eine Innovation beim ersten (oder zweiten) Anlauf kein Erfolg ist, beim zweiten (oder dritten) Mal schon. Das hat oft etwas mit dem Reifegrad der Technologie zu tun, einem geänderten “Ökosystem” oder geschickter Vermarktung. Ein relativ junges Beispiel dafür ist der Tablet PC, von dem es – vor allem getrieben durch Microsoft – schon mindestens drei Iterationen gab, bevor das iPad auf den Markt kam.

2. Maschinen werden das niemals gut genug können … gehört in eine ähnliche Kategorie. Fast alles, was Maschinen heute sehr gut können (und womit Riesengeschäfte gemacht werden), musste sich gegen exakt dieses Argument durchsetzen. Was nicht heißen soll, dass es nicht auch Arbeiten gäbe, die ein Mensch wirklich noch besser erledigt. Texte nach Schlagworten oder Kombinationen zu durchsuchen, ist aber kein besonders anspruchsvoller Job. Zwar verlangt es etwas mehr Intelligenz, festzustellen, ob diese Worte tatsächlich relevant in dem jeweiligen Text sind – aber auch das schaffen die entsprechenden Algorithmen inzwischen deutlich besser als noch vor wenigen Jahren. Da hat sich eine Menge getan. Und viel mehr muss eine Software nicht können, um einen Newsstrom effektiv filtern zu können.

3. Das ist nicht wünschenswert, weil es zu Scheuklappendenken führt … ist das ernsthafteste Argument. Die Sorge ist berechtigt. Wir Menschen neigen dazu, vor allem denen zuzuhören – und zuzustimmen, die eh schon unserer Meinung sind. Und wir neigen dazu, uns vorwiegend mit dem zu beschäftigen, womit wir uns immer beschäftigt haben (Ausnahmen bestätigen die Regel). Man nennt das auch den Echokammer-Effekt.

Sehr früh hat Dave Weinberger dieses Thema aufgegriffen. Er sprach von einer Echokammer des Internets. Dies führe in bestimmten Kreise zu dem Gefühl, dass ja alle meiner Meinung sind – was aber eben nur auf “alle” in diesen Kreisen zutrifft. (Weinbergers Artikel wird in diesem Zusammenhang viel zitiert. Meist erwähnen die Gegner von Personalisierungs-Ansätzen aber nicht, dass Weinberger auch sehr deutlich sagt, dass diese Verstärkung der eigenen Ansichten durch selektiven Medienkonsum in den traditionellen Medien genauso stattfindet.) Gerade hat mich noch Herr Oetting auf einen älteren Artikel seinerseits aufmerksam gemacht. Der jüngste Apologet dieser These ist Eli Pariser. Er hat ein ganzes Buch darüber geschrieben: The Filter Bubble. What the Internet is Hiding from You. Wer seine Thesen in Kurzfassung sehen möchte: Hier ist ein Video eines seiner Vorträge dazu.

Tatsächlich ist das eine berechtigte Sorge, die (mindestens) so alt ist, wie Zeitungen. Denn auch diese filtern ja auch entsprechend Weltanschauung und politischer Ausrichtung die Nachrichten teilweise sehr konsequent, kommentieren sie und erwecken den Eindruck, als ob diese Beurteilung die einzig mögliche (vernünftige/richtige) ist.

Das ist nicht gut. Weder für unsere persönliche Entwicklung noch für die von Wissenschaft, Gesellschaft oder Technologie. Neue Ideen und auch Innovationen treten oft auf, wenn gegensätzliche Ansichten aufeinander prallen oder, wenn wir Dinge sehen bzw. erleben, mit denen wir nicht gerechnet haben. Solche Ereignisse bringen unsere Gedanken in neue Bahnen, bringen neue Ideen in die Welt.

Man umschreibt dieses Phänomen gelegentlich mit dem Begriff Serendipität. Ich ziehe das englisch Wort Serendipity vor, bei dem ich mir nicht ganz so oft die Zunge breche. Es geht hier um glückliche Zufälle aber nicht darum allein. Serendipity ist auch, nach einer Sache zu suchen und dabei ein andere finden – und das auch zu merken! Bekannte Beispiele sind u.a. die Entdeckung Amerikas oder des Penicillins (es gibt genug andere). Serendipity ist nicht möglich, wenn ich in der Echokammer stehe, wenn ich Scheuklappen aufhabe und nur mit starrem Blick das eine suche, was ich immer gesucht habe.

Es ist allerdings ein Denkfehler, anzunehmen, dass ein automatisiertes Filtersystem zwangsläufig Serendipity-Phänomene unterdrücken muss. Für eine solche Software wäre es ein Leichtes, Informationen in den Nachrichtenstrom einzusprengseln, die eben nicht meinen persönlichen Filterkriterien entsprechen. Sie könnte sogar Informationen auswählen, die diesen Kriterien diametral entgegen gesetzt stehen … Und eventuell würde mir meine Zeitung sogar erlauben, den Umfang dieser Serendipity-Köder meiner Stimmung und meinem Zeitbudget anzupassen: in der Woche weniger am Wochenende mehr.

 

Ein Modell für eine moderne “The Daily Me”

Nach dieser länglichen Vorrede nun mein Vorschlag für die wichtigsten Bausteine einer persönlichen Tageszeitung mit echten Erfolgschancen in 2011/12:

  • Implizite statt explizite Personalisierung
    Alle fehlgeschlagenen Experimente im Umfeld von Content-Personalisierung basierten unter anderem darauf, dass die Leser selbst angeben, was sie gerne hätten. Und das funktioniert nicht. Niemand hat Lust, Fragebogen auszufüllen. Und das ist auch nicht nötig. Wenn ein cleveres Programm eine Woche lang beobachtet, was ich im Web lese, was ich länger betrachte, was ich schnell wegklicke etc. … dann kann es ein ziemlich gutes Modell davon aufbauen, was mich interessiert. (Siehe Data Love und die Next11) Machen!
    Eine ideale Grundlage für eine solche implizierte Personalisierung stellen übrigens die vielgeschmähten “Tracking”-Daten der Werbe- und eCommerce-Industrie dar. Ich weiß, dass ich mich mit dieser Aussagen bei manchen Menschen nicht beliebt mache, aber das Sammeln von Daten über Benutzerverhalten kann etwas sehr sinnvolles und nützliches sein – nicht nur um den Menschen etwas zu verkaufen.
  • Korrektur durch explizite Korrektur
    Automatischen Systeme für die Auswahl, Priorisierung oder Empfehlung werden Fehler machen.  Jeder Mensch macht Fehler – und Software auch. Eine persönliche Zeitung muss deshalb auf Wunsch offenlegen, wie die Auswahl zustande kommt – und entsprechende Korrekturmöglichkeiten bieten. Das ist kein Widerspruch zur Betonung einer impliziten Ermittlung meines Interessenprofils. Benutzer des Systems haben keine große Motivation, vor der Nutzung des Systems einen langen Fragebogen auszufüllen. Die Motivation ist aber da, wenn man mit ein paar Klicks unglückliche Empfehlungen korrigieren kann.
  • Menschliche Kuratoren
    Ich denke, dass keine Gruppe von Menschen alle Informationen, die auch nur an einem Tag neu im Internet auftauchen, sichten, bewerten und aggregieren kann. Ich glaube aber, dass dies sehr effektiv in bestimmten Teilbereichen passieren kann – und vor allem, dass diese Menschen den wichtigen Faktor “Bewertung” beitragen können. Und sie können das besser, als bis heute alle Algorithmen. Eine persönliche Zeitung sollte deshalb eine große Vielzahl von Autoren/Kolumnisten anbieten, die manuell (unterstützt durch Software) ihre persönliche Auswahl an Informationen vornehmen und diese bewerten und zusammenfassen. Verschiedene Plattformen tun das schon geraume Zeit recht erfolgreich (z.B. der innovative Newsreader Flipboard für das iPad).
  • Der soziale Faktor
    Eine solche, menschliche Kuration/Filterung kann selbstverständliche auch durch die Kontakte/Freunde in diversen sozialen Netzwerken stattfinden. Schließlich “folge” ich vielen von denen ja, da sie zumindest einige Interessen teilen. Erwähnungen/Empfehlungen aus meinem Sozialen Netz sollten aber nur Einflußfaktor unter mehreren sein. Die bisherigen Experimente mit Empfehlungssystemen, die rein auf meinem Social Graph basierten, fand ich wenig überzeugend. Das liegt u.A. daran, dass ich mit Menschen aus ganz verschiedenen Gründen vernetzt sein kann – nicht unbedingt, weil ich ihre Vorlieben teile oder auch nur interessant/anregend fände.
  • Überraschung und Exploration – Serendipity
    Und tatsächlich ist es ganz entscheidend, dass mein “Daily Me” auch Serendipity zulässt – am besten nicht nur zulässt, sondern fördert. Wie oben beschrieben, kann dies durch Beimengung von Informationen, die eben nicht “in mein Profil” passen bzw. diesem sogar widersprechen, recht effektiv gemacht werden.

Das sind natürlich nur die wichtigsten Aspekte, die die Auswahl bzw. Priorisierung betreffen. Wichtig ist es natürlich auch, das ansprechend zu verpacken, lesbar zu layouten und mit einer einfach zu verstehenden Benutzeroberfläche zu versehen (Hat da jemand Flipboard gesagt?) Kritisch ist selbstverständlich auch die Frage, wie die Verleger und Nachrichtenagenturen mit einem solchen System umgehen. Viele der verwendeten News-Streams kämen sicherlich aus solchen Quellen. Und die hätten ein m.E. berechtigtes Interesse daran, an der Verwertungserlösen ihrer Inhalte zu partizipieren.

Ein kleiner Startup wäre vermutlich damit überfordert, die entsprechenden Verhandlungen zu führen. Vielleicht wird es deshalb zunächst eine große Verlagsgruppe sein, die eine entsprechende Lösung auf den Markt bringt. Das ist schwer voraus zu sehen. Auf Dauer wäre es aber selbstverständlich notwendig, den Input-Strom für mein “Daily Me” so breit wie möglich anzulegen.

Aber unabhängig davon: Ich glaube fest daran, dass die “Daily Me” mit diesem oder einem ähnlichen Featureset in den nächsten 20 Monaten das Licht der Internet-Welt erblicken und auch langfristig erfolgreich sein wird. Alle benötigten Bausteine sind schon vorhanden. Sie müssen nur (?) noch elegant zusammengefügt werden.

Woran ich übrigens auch glaube, ist, dass die großen Inhalteanbieter der “alten” Medienwelt dabei einen sehr schönen Startvorteil hätten. Die Web-Avantgarde mag ihnen ja skeptisch gegenüber stehen. Beim größten Teil der Bevölkerung geniessen die großen Marken der alten Medienwelt noch Respekt, Vertrauen und Sympathie. Mal sehen, ob es ihnen gelingt, das zu nutzen …

 

p.s.: Einer der wesentlichen Beweggründe für den Kauf von Skype durch Microsoft soll übrigens gewesen sein, dass Skype nicht nur ein Umsonst-Telefon ist, sondern auch die meistgenutze Plattform für Videotelefonie. Und wer sich einmal bei Bekannten mit Familie im Ausland umhört, wird wissen, dass viele davon tatsächlich regelmäßig “videofonieren” – per Skype. Vielleicht ist nun auch die Zeit vorbei, wo das Bildtelefon “bald” ein Riesenmarkt ist, sondern tatsächlich genutzt wird.  Manchmal dauert es eben ein Weilchen.

Nachtrag: Hier eine schöne wissenschaftliche Untersuchung dazu, was Online-Zeitungen heute schon tun, um Leseempfehlungen aufgrund individueller Präferenzen zu generieren.

  • http://twitter.com/oetting Martin Oetting

    Markus, das ist alles phantastisch. Nur hat es wenig mit der Diskussion zu tun, die wir gestern auf Twitter hatten. ;) Dass man dann, wenn man planmäßig eine individualisierte Zeitung entwickelt, auch Überraschungsmomente und Kuration einbauen kann, ist eine gute Idee. Und ich bin sicher, dass gute personalisierte Zeitungen sich darum bemühen werden, die “Filter Bubble” an den Stellen platzen zu lassen.

    Das Problem entsteht aber an einer anderen Stelle – dort, wo das Filtern für die meisten nicht bewusst und als Aufgabe entsteht, sondern sozusagen implizit verborgen geschieht. Dort, wo wir nicht darüber nachdenken, dass Filter gebaut, betrieben, verwendet werden. Wenn ich Facebook verwende oder mit Google suche, dann denke ich, dass ich die Updates meiner Freunde sehe und eine zum Suchthema breite Auswahl an Quellen finde. Dass die nicht geschieht – dass ein Rechner entscheidet, welches deutlich schmalere Fenster an diesen Stellen für mich das passende ist, ist das Problem.

    Eine personalisierte Zeitung ist eine Facette der Entwicklung – was Du dazu schreibst, finde ich gut. Aber ich glaube nicht, dass diese Facette die einzige, oder die einzig relevante ist. Stell Dir vor, Twitter würde anfangen, Tweets von manchen Leuten, die weniger @-Replys oder Retweets von Dir bekommen haben, nicht mehr anzuzeigen?

    • http://notizen.steingrau.de Markus Breuer

      Danke für das kleine “gute Idee” zu Markus’ Daily-Me-Ansatz. @twitter-14147645:disqus oetting :) Ich habe aber nicht das Gefühl, dass das so gar nichts mit unserer Diskusssion zu tun hat. Obwohl Twitter-Diskussionen ja aufgrund ihrer extremen Kompaktform immer das Risiko beinhalten, zu Missverständnissen zu führen.

      Es stimmt aber, dass ich auf die von Dir erwähnten Besorgnisse nicht so ausführlich eingegangen bin, wie das vielleicht wünschenswert wäre. Es gab halt noch eine Menge anderer Punkte, die mir auch wichtig waren.

      Andererseits haben wir beide ganz offensichtlich unterschiedliche Ansichten darüber, was tatsächlich wünschenswert ist. Oder wir sehen die Dinge unter anderen Gesichtspunkten. 
      Ein Suchergebnis von Google, dass “eine breite Auswahl von Themen” gleichberechtigt (!) präsentiert, würde Google ad absurdum führen. Das entscheidende Feature von Google ist ja gerade eine Relevanzmetrik, die die Priorisierung = Reihenfolge bestimmt. Diese Relevanzmetrik ist grundsätzlich von Google vorgegeben. In deinen Worten: “der Rechner entscheidet”. Täte er das nicht, könnte ich mir Google sparen. Dann müsste ich mir selbst die 173.000 Fundstellen ansehen, oder? 

      Wenn in einen solchen Algorithmus meine persönlichen Präferenzen integriert werden, tut das der – subjektiv so empfundenen – Relevanz der Suchergebnisse gut.

      Wo ich Dir Recht gebe, ist, dass Dienste wie Google, Facebook etc. transparent mit Filterung und Priorisierung umgehen sollten. Wer die Optimierung nicht möchte, kann sie dann einfach (und nicht tief in den Settings versteckt) abschalten. Ich – und vermutlich viele andere – werde das aber vermutlich nicht tun. :)

      Was Deine Frage hinsichtlich Twitter angeht: Tatsächlich würde ich mich freuen, wenn es bereits eine ordentliche Filterfunktion gäbe. Die zum implementieren ist aber schwierig. Sie auf Replies und Erwähnungen basieren zu lassen, wäre wenig hilfreich, da ich viele Tweets ja nur gerne lese – und das keine messbare Interaktion ist. Bei Twitter, wo der Teaser = Content ist, ist eine Messung der persönlichen Relevanz vermutlich sehr schwierig (solange mein iPad meine Gedanken nicht lesen kann).

      • http://twitter.com/oetting Martin Oetting

        Die richtige Antwort liegt wohl irgendwo dazwischen: Google kann sicherlich von meinen Gewohnheiten lernen und damit bessere Ergebnisse liefern. Denn Suche ist ja ein spezieller Fall des Filter-Themas. Andererseits sollten Nachrichtenseiten ebenso wie Social Networks nicht automatisch davon ausgehen, dass ausbleibende Interaktion mit bestimmten Kommentaren oder mit bestimmtem Content bedeutet, dass dieser Content weniger Relevanz hat. Ebenso wie Du es bei Twitter beschreibst, reicht es uns ja oft auch auf einer Nachrichtenseite, die Headlines zu lesen und sie damit zu nutzen – ohne messbare Interaktion.

  • http://twitter.com/oetting Martin Oetting

    Markus, das ist alles phantastisch. Nur hat es wenig mit der Diskussion zu tun, die wir gestern auf Twitter hatten. ;) Dass man dann, wenn man planmäßig eine individualisierte Zeitung entwickelt, auch Überraschungsmomente und Kuration einbauen kann, ist eine gute Idee. Und ich bin sicher, dass gute personalisierte Zeitungen sich darum bemühen werden, die “Filter Bubble” an den Stellen platzen zu lassen.

    Das Problem entsteht aber an einer anderen Stelle – dort, wo das Filtern für die meisten nicht bewusst und als Aufgabe entsteht, sondern sozusagen implizit verborgen geschieht. Dort, wo wir nicht darüber nachdenken, dass Filter gebaut, betrieben, verwendet werden. Wenn ich Facebook verwende oder mit Google suche, dann denke ich, dass ich die Updates meiner Freunde sehe und eine zum Suchthema breite Auswahl an Quellen finde. Dass die nicht geschieht – dass ein Rechner entscheidet, welches deutlich schmalere Fenster an diesen Stellen für mich das passende ist, ist das Problem.

    Eine personalisierte Zeitung ist eine Facette der Entwicklung – was Du dazu schreibst, finde ich gut. Aber ich glaube nicht, dass diese Facette die einzige, oder die einzig relevante ist. Stell Dir vor, Twitter würde anfangen, Tweets von manchen Leuten, die weniger @-Replys oder Retweets von Dir bekommen haben, nicht mehr anzuzeigen?

    • http://notizen.steingrau.de Markus Breuer

      Danke für das kleine “gute Idee” zu Markus’ Daily-Me-Ansatz. @twitter-14147645:disqus oetting :) Ich habe aber nicht das Gefühl, dass das so gar nichts mit unserer Diskusssion zu tun hat. Obwohl Twitter-Diskussionen ja aufgrund ihrer extremen Kompaktform immer das Risiko beinhalten, zu Missverständnissen zu führen.

      Es stimmt aber, dass ich auf die von Dir erwähnten Besorgnisse nicht so ausführlich eingegangen bin, wie das vielleicht wünschenswert wäre. Es gab halt noch eine Menge anderer Punkte, die mir auch wichtig waren.

      Andererseits haben wir beide ganz offensichtlich unterschiedliche Ansichten darüber, was tatsächlich wünschenswert ist. Oder wir sehen die Dinge unter anderen Gesichtspunkten. 
      Ein Suchergebnis von Google, dass “eine breite Auswahl von Themen” gleichberechtigt (!) präsentiert, würde Google ad absurdum führen. Das entscheidende Feature von Google ist ja gerade eine Relevanzmetrik, die die Priorisierung = Reihenfolge bestimmt. Diese Relevanzmetrik ist grundsätzlich von Google vorgegeben. In deinen Worten: “der Rechner entscheidet”. Täte er das nicht, könnte ich mir Google sparen. Dann müsste ich mir selbst die 173.000 Fundstellen ansehen, oder? 

      Wenn in einen solchen Algorithmus meine persönlichen Präferenzen integriert werden, tut das der – subjektiv so empfundenen – Relevanz der Suchergebnisse gut.

      Wo ich Dir Recht gebe, ist, dass Dienste wie Google, Facebook etc. transparent mit Filterung und Priorisierung umgehen sollten. Wer die Optimierung nicht möchte, kann sie dann einfach (und nicht tief in den Settings versteckt) abschalten. Ich – und vermutlich viele andere – werde das aber vermutlich nicht tun. :)

      Was Deine Frage hinsichtlich Twitter angeht: Tatsächlich würde ich mich freuen, wenn es bereits eine ordentliche Filterfunktion gäbe. Die zum implementieren ist aber schwierig. Sie auf Replies und Erwähnungen basieren zu lassen, wäre wenig hilfreich, da ich viele Tweets ja nur gerne lese – und das keine messbare Interaktion ist. Bei Twitter, wo der Teaser = Content ist, ist eine Messung der persönlichen Relevanz vermutlich sehr schwierig (solange mein iPad meine Gedanken nicht lesen kann).

      • http://twitter.com/oetting Martin Oetting

        Die richtige Antwort liegt wohl irgendwo dazwischen: Google kann sicherlich von meinen Gewohnheiten lernen und damit bessere Ergebnisse liefern. Denn Suche ist ja ein spezieller Fall des Filter-Themas. Andererseits sollten Nachrichtenseiten ebenso wie Social Networks nicht automatisch davon ausgehen, dass ausbleibende Interaktion mit bestimmten Kommentaren oder mit bestimmtem Content bedeutet, dass dieser Content weniger Relevanz hat. Ebenso wie Du es bei Twitter beschreibst, reicht es uns ja oft auch auf einer Nachrichtenseite, die Headlines zu lesen und sie damit zu nutzen – ohne messbare Interaktion.

  • Pingback: Die Evolution der Filter und die persönliche Zeitung

  • http://twitter.com/ulihegge Uli Hegge

    Markus, gute und valide Punkte – aber ein bisschen unterschätzt Du die bisherigen Ansätze ;) 7d (das Beispiel kenne ich nun mal am besten…) ist damals nicht als “Behavioral Targeting”-Unternehmen gestartet, sondern mit einem System, das implizite Personalisierung in Echtzeit basierend auf einer Inhalte- und Bewegungsanalyse, verbunden mit einem Regelsystem ermöglichte. Entsprechend wurde das von den damaligen Kunden für Content, Advertising und Produktempfehlungen eingesetzt – mit sowohl positiven wie negativen Effekten.
    Wesentliche aktuelle methodische oder technologische Fortschritte kann ich nicht erkennen, aber lerne wie immer gerne dazu.

    Die interessantesten Unterschiede ergeben sich für mich aus der “Social”-Komponente, sowohl für Filter- wie Serendipity-Funktionen, und wir haben mittlerweile viel über UI und vor allem UX gelernt.

    Vielleicht ist tatsächlich durch die Kombination dieser Erfahrungen und Daten jetzt eine sinnvollere Personalisierung möglich.

    • http://notizen.steingrau.de Markus Breuer

      Ich wollte die bisherigen Ansätze zur Personalisierung gar nicht dissen, @twitter-9455722:disqus Nur war keiner davon übermäßig erfolgreich. Die Ursache dafür sehe ich aber nicht in der Filtertechnologie oder in der Verhaltenanalyse. Die Algorithmen dafür sind seit geraumer Zeit recht gut. Es hat da allerdings in den letzten 10 Jahren durchaus noch Verbesserungen gegeben, die sich aber in erster Linie auf die Klassifikation von Inhalten beziehen.

      Die grundlegende Technik sollte aber gar nicht der Fokus dieses Artikels sein. Mir geht es um den Feature-Mix, den ich im letzten Abschnitt beschrieben habe. Bislang – zumindest bei den Projekten, die ich kenne, wird zu stark auf jeweils einen Aspekt fokussiert: entweder der Social Graph oder die manuelle Profilerstellung oder die menschlichen Kuratoren oder … Zudem haben viele aktuelle Lösungen einer suboptimale User-Experience und sind damit eher für Geeks wie mich aber nicht für die breite Masse. Die Situation der Verleger, die Wert auf den Wert ihrer Redaktion legen und Angst vor fremdem Content haben, tut ihr übriges. Es fehlt da auch jemand wie Steve Jobs, der wie damals zu iTune-Zeiten die Dinge durchverhandelt – oder die Angst, dass dieser “News Steve Jobs” hinterher mit zuviel Macht rausgeht ist zu groß ;-)

      Mir ging es nur darum, dass nicht der Ansatz der Personalisierung falsch ist (oder in die Echokammer führen muss), sondern, dass die Art und Weise, wie er bisher umgesetzt wurde, nicht gut genung und nicht massentauglich war.

      • http://twitter.com/ulihegge Uli Hegge

        Und ich wollte nicht mit alten Ideen angeben ;)  Wir sind da gar nicht weit auseinander – aber ich bleibe wegen der damaligen *Erfahrungen* skeptisch. Aber ich habe durchaus Ideen, was man heute anders machen kann. 

  • http://twitter.com/ulihegge Uli Hegge

    Markus, gute und valide Punkte – aber ein bisschen unterschätzt Du die bisherigen Ansätze ;) 7d (das Beispiel kenne ich nun mal am besten…) ist damals nicht als “Behavioral Targeting”-Unternehmen gestartet, sondern mit einem System, das implizite Personalisierung in Echtzeit basierend auf einer Inhalte- und Bewegungsanalyse, verbunden mit einem Regelsystem ermöglichte. Entsprechend wurde das von den damaligen Kunden für Content, Advertising und Produktempfehlungen eingesetzt – mit sowohl positiven wie negativen Effekten.
    Wesentliche aktuelle methodische oder technologische Fortschritte kann ich nicht erkennen, aber lerne wie immer gerne dazu.

    Die interessantesten Unterschiede ergeben sich für mich aus der “Social”-Komponente, sowohl für Filter- wie Serendipity-Funktionen, und wir haben mittlerweile viel über UI und vor allem UX gelernt.

    Vielleicht ist tatsächlich durch die Kombination dieser Erfahrungen und Daten jetzt eine sinnvollere Personalisierung möglich.

    • http://notizen.steingrau.de Markus Breuer

      Ich wollte die bisherigen Ansätze zur Personalisierung gar nicht dissen, @twitter-9455722:disqus Nur war keiner davon übermäßig erfolgreich. Die Ursache dafür sehe ich aber nicht in der Filtertechnologie oder in der Verhaltenanalyse. Die Algorithmen dafür sind seit geraumer Zeit recht gut. Es hat da allerdings in den letzten 10 Jahren durchaus noch Verbesserungen gegeben, die sich aber in erster Linie auf die Klassifikation von Inhalten beziehen.

      Die grundlegende Technik sollte aber gar nicht der Fokus dieses Artikels sein. Mir geht es um den Feature-Mix, den ich im letzten Abschnitt beschrieben habe. Bislang – zumindest bei den Projekten, die ich kenne, wird zu stark auf jeweils einen Aspekt fokussiert: entweder der Social Graph oder die manuelle Profilerstellung oder die menschlichen Kuratoren oder … Zudem haben viele aktuelle Lösungen einer suboptimale User-Experience und sind damit eher für Geeks wie mich aber nicht für die breite Masse. Die Situation der Verleger, die Wert auf den Wert ihrer Redaktion legen und Angst vor fremdem Content haben, tut ihr übriges. Es fehlt da auch jemand wie Steve Jobs, der wie damals zu iTune-Zeiten die Dinge durchverhandelt – oder die Angst, dass dieser “News Steve Jobs” hinterher mit zuviel Macht rausgeht ist zu groß ;-)

      Mir ging es nur darum, dass nicht der Ansatz der Personalisierung falsch ist (oder in die Echokammer führen muss), sondern, dass die Art und Weise, wie er bisher umgesetzt wurde, nicht gut genung und nicht massentauglich war.

      • http://twitter.com/ulihegge Uli Hegge

        Und ich wollte nicht mit alten Ideen angeben ;)  Wir sind da gar nicht weit auseinander – aber ich bleibe wegen der damaligen *Erfahrungen* skeptisch. Aber ich habe durchaus Ideen, was man heute anders machen kann. 

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  • Chris

    Wunderbar geschrieben und auf jeden Fall ein (immer noch und immer wieder) zeitgeistliches Thema :)
     Ich benutze seit einiger Zeit den RSS-Reader von Feedafever.com — dort finden sich einige der von Dir genannten Ideen bereits wieder: Unter »Sparks« sammelt der Nutzer einfach alle Feeds, die ihm interessant vorkommen, dadurch entsteht ein wahnsinniger Datenwust. Im Bereich »Kindling« verstaut man seine Favoriten — wenn man mag auch gruppiert. Diese dienen als Referenz für die »Hot«-List, die dann aus allen Feeds tages- oder wochengenau generiert wird. Als es noch relativ einfach möglich war den eigenen Twitter-Stream — mit Hilfe von Drittanbietern gefiltert — als RSS auszuwerfen, hatte ich auch diese Quelle unter den »Sparks« und bekam so einen wirklich guten Rundumblick.

    Leider werden diese Ströme in letzter Zeit ja gerade von den großen Anbietern mehr und mehr versteckt (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebook-Twitter-und-der-Tod-von-RSS-1240619.html) und Start-Up-Drittanbieter, die sich dieser Quellen bedienen, sind oftmals viel zu instabil.

  • Chris

    Wunderbar geschrieben und auf jeden Fall ein (immer noch und immer wieder) zeitgeistliches Thema :)
     Ich benutze seit einiger Zeit den RSS-Reader von Feedafever.com — dort finden sich einige der von Dir genannten Ideen bereits wieder: Unter »Sparks« sammelt der Nutzer einfach alle Feeds, die ihm interessant vorkommen, dadurch entsteht ein wahnsinniger Datenwust. Im Bereich »Kindling« verstaut man seine Favoriten — wenn man mag auch gruppiert. Diese dienen als Referenz für die »Hot«-List, die dann aus allen Feeds tages- oder wochengenau generiert wird. Als es noch relativ einfach möglich war den eigenen Twitter-Stream — mit Hilfe von Drittanbietern gefiltert — als RSS auszuwerfen, hatte ich auch diese Quelle unter den »Sparks« und bekam so einen wirklich guten Rundumblick.

    Leider werden diese Ströme in letzter Zeit ja gerade von den großen Anbietern mehr und mehr versteckt (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebook-Twitter-und-der-Tod-von-RSS-1240619.html) und Start-Up-Drittanbieter, die sich dieser Quellen bedienen, sind oftmals viel zu instabil.

  • http://twitter.com/frank_krings frank krings

    uff. so ausführliche artikel lese ich ja selten in den blogs, denen ich folge. ;) habe dem nicht viel hinzuzufügen, außer eigene erfahrungen mit persönlichen zeitungen: auf twitter habe auch ich mir eine liste mit nach themen selektierten accounts gemacht, deren vertwitterte inhalte (artikel, fotos, vids) per paper.li zum daily werden. http://paper.li/frank_krings/socialdingsbums
    auf facebook nutze ich manchmal  http://www.postpost.com/. aber ehrlich gesagt: ich bin zu faul um das täglich zu updaten, geschweige denn zu lesen…
    btw: paper.li nach einem hashtag selektiert ist allerdings auch toll um rückblickend sm-kommunikation zu einem ereignis zu dokumentieren. zb #rp11 oder #buchcamp

    • http://notizen.steingrau.de Markus Breuer

      Wichtige Themen wie Personalisierte Zeitungen können eben nicht immer in wenigen Worten abgehandelt werden :) Und lesen ist ja nicht sooo schwierig, oder?

       

  • http://swingbattaswing.tumblr.com/ frank_krings

    uff. so ausführliche artikel lese ich ja selten in den blogs, denen ich folge. ;) habe dem nicht viel hinzuzufügen, außer eigene erfahrungen mit persönlichen zeitungen: auf twitter habe auch ich mir eine liste mit nach themen selektierten accounts gemacht, deren vertwitterte inhalte (artikel, fotos, vids) per paper.li zum daily werden. http://paper.li/frank_krings/socialdingsbums
    auf facebook nutze ich manchmal  http://www.postpost.com/. aber ehrlich gesagt: ich bin zu faul um das täglich zu updaten, geschweige denn zu lesen…
    btw: paper.li nach einem hashtag selektiert ist allerdings auch toll um rückblickend sm-kommunikation zu einem ereignis zu dokumentieren. zb #rp11 oder #buchcamp

    • http://notizen.steingrau.de Markus Breuer

      Wichtige Themen wie Personalisierte Zeitungen können eben nicht immer in wenigen Worten abgehandelt werden :) Und lesen ist ja nicht sooo schwierig, oder?

       

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