Eines der up-and-coming Modethemen bei neuen Social-Media Plattformen ist Gamification.  Spielerische Elemente, Belohnungen, Badges etc. sollen Benutzer dazu bringen, mehr auf der Plattform zu tun. So schrecklich neu ist das nicht. Siehe einen uralten Blogpost von mir aus dem Jahre 2007 (und der bezog sich auf Arbeiten, die noch ein paar Jahre älter waren).

Was die meisten Jünger der Gamification vergessen – oder nicht wissen – ist, dass die Mechanismen, die aktuell als Gamification angepriesen werden, nur Mittel zu Zweck sind. Und diese Zweck heisst nicht “Verkaufen”! Es geht eigentlich um Spass! Die Leute sollen Spass dabei haben, wenn sie tun, was die Plattformbetreiber wollen, das sie tun. Und hinter “Spass haben” steht ein noch tieferes Prinzip: Flow. Gamification-Jünger ignorieren zu oft dieses tiefere Ziel und konzentrieren sich stark auf ein beschränktes Set von Mechanismen, die bei guten Spielen dazu beitragen, dass Flow auftritt.

Was aber ist Flow?

Der Mann, der dieses Prinzip entdeckt und benannt hat, hat den unmerkbaren Namen Mihaly Csikszentmihalyi (ausgesprochen Tschick-tschent-mihallji). Und das Buch, in dem er seine Erkenntnisse populär präsentierte, heisst … Flow :)

Csikszentmihalyi hat seit den 60er Jahren erforscht, was Menschen glücklich und zufrieden macht. Er hat dazu theoretisch und vor allem empirisch gearbeitet und harausgefunden, dass es eine kleine Menge von Einflussfaktoren gibt, die entscheiden, ob Menschen sich bei einer Tätigkeit glücklich fühlen. Er hat diesen Zustand “Flow” genannt. Das klingt nach Hippie-Sprache und ist wohl auch der Zeit geschuldet. Flow bezeichnet einen Zustand des mühelosen Dahinfliessens, des Einswerdens von Mensch und Tätigkeit. Ich denke, jeder wird das schon einmal erlebt haben – ob es ihm bewußt war oder nicht.

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