Was ist an obigem Bild “Besonderes”? Klare Sache: die Bäume. Die neueste Version von Google Earth (Version 6) kann “virtuelle Bäume” in die dargestellten Landschaften platzieren. Das mag nun wie eine Petitesse wirken. Tatsächlich macht es die Darstellung – insbesondere, sobald man sich mit de Kamera auf Bodenniveau begibt, wesentlich realistischer und angenehmer. Bäume sind aber nicht die Einzige Neuerung in Google Earth 6 (Details hier). Google Earth ist jetzt auch nahtlos mit Streetview verzahnt. Alle Earth-Anwender (außer den deutschen ;-) können jetzt also an den entsprechenden Orten mit einer Mausbewegung vom 3D-Earth-View in den Panorama-Look von Streetview wechseln und eine andere Stadt oder Sehenswürdigkeit erkunden.

Ein Promo-Video dazu hier:

Wieso begeistert mich das so? Tscha. Ich denke, dass ist ein weiterer Schritt auf dem Weg, Google Earth zu einer virtuellen Welt, bzw. Augmented-Reality-Plattform zu machen. Wen die erste Hälfte des Videos (fatal?) an Second Life erinnert, der irrt sich nicht. Es geht um ähnliche Prinzipien: die einigermaßen realistische Darstellung einer digitalisierten Welt auf dem PC-Bildschirm. Und diese Welt ist keineswegs die physisch existente … In den verschiedenen Layern von Google Earth können 3D-Objekte (und Bäume) ergänzt werden, die die “echte” (??) Welt anreichern. AR-Browser wie Junaio oder Layar massen nicht viel Anderes – nur mit anderer Methodik.

Google ist auf gutem Wege, Schritt für Schritt die Technologie zu erschaffen, die Vernor Vinge spannend in Rainbows End (keine Ahnung, ob es das schon auf Deutsch gibt und wie es da heißt) beschrieben hat.

Klar, dass man in einer solchen virtuellen (oder augmented) Welt auch Anzeigenwerbung platzieren kann! ;-)