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200807040859

In
der ersten Phase des "Virtuelle-Welten-Hypes" (der eigentlich ein
Second Life Hype war) nahmen Viele an, dass das Hauptanwendungsgebiet
"Marketing" wäre, vermutlich, weil Marketeers immer nach neuen Wegen
suchen, ihre Kunden zu erreichen (und die typischen Kosten für ein
Second Life Experiment in Relation zu typischen Kampagnen-Kosten nicht
besonders hoch erschienen. Diese Leute waren sehr enttäuscht, als sie
feststellten, welche Reichweite ihre Kampagnen in Second Life hatten
(was keinen Experten verwunderte), und der Anti-Hype begann.

Zur gleichen Zeit entdeckte eine ganz andere Gruppe von Anwendern
heimlich still und leise die virtuellen Welten. Und tatsächlich sieht
es aus, als gäbe es zumindest in der "Corporate World" ein großes
Potential für Projekte mit virtuellen Welten im Umfeld von Intranets,
Aus-/Weiterbildung sowie Training. DER große Vorteil virtueller Welten,
Immersion, das Gefühl – unabhängig von räumlicher Distanz – mit
anderen Leuten zusammen zu sein, zu kommunizieren und zu arbeiten, ist
für diesen Anwendungsbereich hochinteressant. Schließlich arbeiten in
allen großen Unternehmen die Teams inzwischen standortübergreifend
zusammen und Reisekosten und -Zeiten sind ein entsprechend großer
Kostenblock. Nein, das ist nicht allein die Ansicht eines
"Virtuelle-Welten-Fans. IBMGartner, Forrester und McKinsey stimmen zu.

Wir müssen vielleicht noch ein paar Jahre auf das Werden des globalen
Metaversums warten. Bis dahin wird es aber sicher eine ganze Reihe
"Intrawelten" geben. Wobei ich Intrawelten wie folgt formulieren würde:

Intrawelten stehen zu virtuellen Welten, wie
Intranets zum World Wide Web. Eine Intrawelt ist eine virtuelle Welt,
die nur den Mitarbeitern eines Unternehmens offen steht. Der Server
einer solchen Plattform steht meist im Rechenzentrum der Firma und die
Anwender erreichen diese Welt nur über das firmeneigene LAN (oder über
eine VPN-Verbindung), Weiterhin ist eine Intrawelt optimiert für einige
der wichtigsten eines Intranets. Kommunikation,  Informationsaustaushc
und Zusammenarbeit im Unternehmen. Typischen Applikationen sind
Meetings, Konferenzen, Präsentatione, Diskussionen und manchmal auch
Trainings.

Analog dazu könnte man natürlich auch ‘Extrawelten’ definieren.

200807040900Die ersten richtigen Produkte für diesen Markt sind Sun’s Project Wonderland und Qwaq
(der gleichnamigen Firma). Beide sind dafür gedacht, Unternehmen beim
Aufsetzen eigenen Intrawelten zu unterstützen. Qwaq ist schon mehr ein
fertiges Lösungsangebot (siehe auch hier),
während Wonderland ein echtes "Tool Kit" ist. Man kann eine Intrawelt
damit bauen aber nicht einfach in eine bestehende einloggen. Allerings
hat Sun Project Wonderland schon dazu genutzt, eine Intrawelt für das
eigene Unternehmen zu bauen, MPK20.

Ich werde mir beide Produkte in den kommenden Wochen mal etwas genauer ansehen.

Technorati Tags: , , , , ,

  • http://www.multimediablog.net bernd

    qwaq ist für kollaboratives Arbeiten ziemlich cool:
    http://www.bernd-schmitz.net/blog/index.php/2008/04/14/qwaq-virtuelle-welt-fur-unternehmen/
    Aber der aktuelle Renner scheint
    http://www.protonmedia.com/
    das wird gerade aktuell im Intranet gerne verwendet. Das werde ich mir auch noch mal näher ansehenmüssen (leider windows only)

  • http://www.google.com/notebook/public/05646503609688280017/BDQZVQwoQwd6ji4gj Lothar

    Das muss noch in die Köpfe der Vorstände … und die Mitarbeiter muss man erst daran gewöhnen … aber ich denke das wird schon …

  • http://www.talentraspel.de Kai Ludwig

    Im deutschsprachigen Raum und im restlichen Europa wohl noch ziemlich unbekannt:
    Es gibt es den “Open Simulator” bei http://www.opensimulator.org, zwar immer noch im Alphastatus, aber mit steigender Anzahl von offenen Grids und einer immer schneller wachsenden Community bereits heftig in Benutzung.
    Dabei handelt es sich zunächst um ein vollständig offenenes (open source) System, das genau wie Second Life funktioniert. Das Serversystem ist open source und kann komplett selbst betrieben werden. Zur Benutzung nimmt man einfach den Second Life Client oder einen der vielen ebenfalls vollständig offenen Community Clients.
    Seit Anfang 2007 wird von einer grossen und sehr verteilten open source Entwicklergemeinde ein Server für das Second Life Protokoll erstellt. Namhafte Unternehmen (IBM, Nokia, Microsoft, …) und die meisten Keyplayer der VR-Indusrtie haben da auch inzwischen zumindest teilweise Leute drauf angesetzt und schieben das Thema an.
    Open Simulator ist keine Kopie von Second Life. Vielmehr schaffen die Entwickler einen universellen 3D Applikationsserver für VR Anwendungen. Second Life mit OpenSimulator nachzubilden ist nur eine der möglichen Anwendungen und im Moment der Hauptanwendungsfall. Dies auch, weil OpenSimulator ja auf dem Second Life Protokoll für virtuelle Welten basiert, das sich wohl als zukünftiger Standard für vernetzte VR durchsetzen wird. Es sind aber auch z. B. Entertainment, Edutainment, 3D eLearning, online Business Collaboration und noch viele weitere Anwendungsflle denkbar (neue Buzzwords bitte !!!).
    Open Simulator ist auf dem besten Wege der Apache des kommenden 3D Web (nennen wir es Web 3.0, da es nicht der VRML-Quatsch aus der Vergangenheit ist) zu werden. Die Zukunft liegt ganz klar in einer Verbindung der inwischen solide gewordenen Technologien des Web 2.0 mit den gerade entstehenden interativen VR Systemen und deren vernetzten virtuellen Welten.
    Web 2.0 + Open Simulator = Web 3.0
    Eigentlich stehen wir gerade im Bereich des 3D Internet an der selben Stelle (oder Schwelle), and der wir 1992/1993 mit dem WWW standen. Die Technik ist da, aber keiner kennt sie. Es geht jeden Moment los, aber keiner traut sich. “WWW? Wozu brauch ich das denn?”, inzwischen ist das Internet vollintegrierter Bestandteil unserer Arbeiswelt. Das gleiche passiert im Moment wieder, der Markt um das 3D Internet hebt jetzt im Moment ab und befindet sich am Anfang einer exponentiellen Entwicklungskurve. Diese ist naturemäß am Anfang so flach, das die Entwicklung von vielen verpennt wird. Aber in Kürze wird es mächtig abgehen und die Frühaufsteher, die das ermöglicht haben, sind ganz oben mit dabei.
    Interessant ist auch http://www.realxtend.org, basierend auf OpenSimulator, ebenfalls offen und mit mehr Möglichkeiten. Herausragend ist hier z. B. die Möglichkeit mit einem Avatar alle virtuellen Welten zu besuchen und dabei immer sein globales Inventory zur Verfügung zu haben. Die Teams von RealXtend und OpenSimulator arbeiten eng zusammen und führen ihre Entwicklungen im Moment wieder in einer gemeinsame Version zusammen.
    Wir bei Talentraspel beschäftigen und mit OpenSimulator, RealXtend und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Zukunft der virtuellen Welten und der Web 3.0. Wir möchten gerne diese Technologie im europäischen Raum anschieben und freuen und über jeden, der uns dabei hilft. Kontakt: info@talentraspel.de.
    Wir helfen auch gerne jedem, egal ob Profi oder Hobbyist, mal in die neue Welt des Offenen Second Life hineinzuschauen und sich ein Bild zu machen.
    Grüße aus der echten Welt,
    Kai Ludwig
    Director
    TalentRaspel virtual worlds Ltd.
    http://www.talentraspel.de