LyssaEs ist ja eine bekannte Tatsache, das Blogger nicht nur mitteilsam sind (ein Freund von mir sprach immer von Logorrhoe. also Sprachdurchfall), sondern auch arbeitsscheu. Wer sonst hätte schon die Zeit, täglich einen oder gar mehrere Texte zu verfassen und zu veröffentlichen, die keiner lesen will. Man kann also “nichts tun” und fühlt sich trotzdem “irgendwie produktiv”.

Diese Zeiten sind für Lyssa, die Vorzeigebloggerin der Nicht-Techies in der deutschen Blogosphäre, nun vorbei. Nachdem es diverse Kollegen (unter anderem auch der geschätzte Kollege Billerbeck) schon als Gerücht kolportiert haben, hat sie es nun selbst zugegeben: ab 1.8. fängt sie in der Redaktion der WAZ als Chef-Redakteurin für ein neues Online-Projekt an.

Arme Lyssa: ein richtiges Büro, geregelte Arbeitszeiten, Meetings …

Andererseits … ein bißchen stolz bin ich schon darauf, was da aus einer Bloggerin der ersten Stunde geworden ist. Und ich kannte sie schon, da war sie noch soooooooooo klein.

(Nebenbei bemerkt, scheint dieser Karriereschritt typisch für einen neuen Trend zu sein: A-List-Blogger wechseln vermehrt in die PR und Publizistik. Thomas Knüwer hat im Handelsblatt Weblog dazu kürzlich einen sehr lesenswerten Beitrag veröffentlicht: Aufstieg der Blogger.)

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2 Responses to Lyssa muß arbeiten gehen

  1. Nun hab ich auch kapiert woher die Zeit für die langen, ausgearbeiteten Notizen aus dem flachen Land bis vor ca. einem Jahr genommen wurde 🙂
    “Wer sonst hätte schon die Zeit, täglich einen oder gar mehrere Texte zu verfassen und zu veröffentlichen, die keiner lesen will. Man kann also “nichts tun” und fühlt sich trotzdem “irgendwie produktiv”