Der Artikel Folksonomies – Cooperative Classification and Communication Through Shared Metadata über den ich kürzlich auch mal geschrieben habe, hat in der Blogosphäre einige Resonanz gefunden. Über diese Resonanz bin ich dann noch mal dazu bewegt worden, eine der dort genannten Quellen etwas näher anzusehen: Classification and categorization: a difference that makes a difference. Zähes, aber durchaus interessantes Lesefutter (ja, der Text IST schlecht geschrieben) für jeden, der sich näher mit dem Thema auseinandersetzen möchte und die kritischen Kommentare von Biliothekaren und Archivaren dazu besser verstehen will.
Hier wird insbesondere der (wichtige) Unterschied zwischen Kategorisierung und Klassifizierung sauber erläutert und die Vor- und Nachteile beider Verfahren für die “Ordnung” von großen Mengen von “Zeugs” beschrieben. Spannend finde ich, dass man Tagging selbst sowohl als Kategorisierungs-, als auch als (Sonderform einer) Klassifizierungs-Methodik verstehen kann. Und noch interessanter ist, das in diesem sehr akademischen Text, der keinerlei Bezüge zum Web oder gar zum Thema Tagging aufweist, ein Verfahren beschrieben wird, das nahezu genauso funktioniert, wie ein etwas disziplinierteres Tagging. Der Autor nennt es “postcoordinate categorization”.
Wenn die Zeit für eine gute Idee gekommen ist, kommen meist mehrere Leute drauf … Emergence eben (siehe auch Was Social Software mit Ameisen (und Innovation) zu tun hat).
[via Peter Mehrholz]
